Sicher im Betrieb

Arbeitsmedizin 4.0

Chronische Erkrankungen, allen voran psychische sowie Herz-und Kreislaufer-krankungen bzw. muskuloskelettale Erkrankungen – stellen unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen. Bei der Bewältigung dieser Aufgaben kommt den Unternehmen eine entscheidende Schlüsselstellung zu, denn diese bilden mit fast 43 Millionen Erwerbstätigen das größte Präventionssetting, da hier mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung präventivmedizinisch angesprochen und betreut werden können. Gerade am Arbeitsplatz werden Menschen erreicht, die sonst keinen Zugang zu Präventionsmaßnahmen finden. Deshalb besitzt die Arbeitsmedizin in diesem Kontext sowohl eine strategische als auch eine operativ-koordinierende Funktion. Ihre Rolle ist es, einerseits auf gesundheitsgerechte, salutogene Arbeitsbedingungen hinzuwirken, andererseits die Beschäftigten in den Unternehmen zu befähigen, die individuelle Kontrolle über ihre Gesundheit zu erhöhen und dadurch ihre Gesundheit zu fördern. Bezogen auf die erwerbstätige Bevölkerung ist die Arbeitsmedizin die integrierende Schnittstelle zwischen präventiver Gesundheitsförderung, ambulanter Versorgung, arbeitsmedizinischer Vorsorge und berufsfördernder Rehabilitation.